Was hilft?
Noch ein Bier
Das gesündeste Lebensmittel ist Bier. Täglich zwei Pils, schon fließt Cholesterin ab, verkalken Herzarterien um 50 Prozent weniger. Am gefährdetsten sind dagegen die Abstinenzler, belegt eine Studie an 1795 Rotterdamern über 65. Noch eins, Herr Ober!
Danke! Das New England Journal of Medicine meldet jetzt (Nr. 323, S. 245), dass ein bis zwei Gläser das Gedächtnis trimmen. 120 000 Frauen zwischen 70 und 81 mussten Tiere aufzählen und sich an Zahlenkolonnen erinnern. Zwei Jahre später wurde der Test mit den Überlebenden wiederholt. Wer in der Zwischenzeit gebechert hatte, schnitt um 23 Prozent besser ab als die Abstinenten. Herr Ober!
Prost. Der Deutsche Brauer-Bund e. V. hat 3000 Studien gesammelt, die dem Bier therapeutische Fähigkeiten attestieren. Es hilft gegen Schlaganfall, schützt vor freien Radikalen, Gallensteinen, Altersdemenz, Parkinson, Diabetes Typ 2. Biertrinker fühlen sich gesünder und zufriedener. Ihr Blutdruck ist tief. Sie hören besser. Herr Ober! Herr Ober!
Bierisches Silizium baut Knochen auf, beugt Osteoporose vor. Danke, Herr Ober! Und Magengeschwüren. Denn es macht dem Bakterium Heliobacter pylori den Garaus und nicht dick. Bei stillenden Müttern treibt es die Milchbildung an. Ein Münchner TU-Professor empfiehlt Aromatherapien, denn Hopfen wirkt krampflösend, nervenstärkend, schmerzstillend. In Polen und Tschechien verschreiben Arzte Bier als Heilmittel gegen Nierensteine. Das Nationale Gesundheitsinstitut Helsinki sagt: »Jeder halbe Liter Bier, der pro Tag konsumiert wird, reduziert das Nierensteinrisiko um 40 Prozent.« Dann halt noch zweieinhalb letzte! Danach muss ich nach Hause. Herr Ober, mir geht's schlecht.       
 
Die Zeit, 6.5.2005